KRAV MAGA UNION Lehrteam

Bo [Head Coach] – SozPäd mit Durchschlagskraft

Er spielte jahrelang Handball, begeisterte sich fürs Rock’n’Roll-Tanzen, unternahm Ausflüge ins Schwimmen – doch seine sportliche Berufung fand Bo Demirer im Krav Maga. Als einer der ersten Deutschen erlernte er das Selbstverteidigungssystem in den 90er Jahren direkt von den Profis, in diesem Fall von Amnon Maor, einem ehemaligen Chefausbilder der israelischen Grenzpolizei-Spezialeinheiten, der für Bo bis heute Vorbild und Mentor ist.

Die volle Durchschlagskraft erzielt Bo anschließend durch die Kombination seiner sportlichen und seiner akademischen Laufbahn. Der diplomierte Sozialpädagoge trainierte an der nahegelegenen Polizeihochschule Villingen-Schwenningen und hat bis heute das richtige Händchen nicht nur dann, wenn es um effiziente Selbstverteidigung geht, sondern vor allem auch dann, wenn es gilt, Selbstvertrauen aufzubauen. Schon längst hat er darüber hinaus sein Hobby zum Beruf gemacht – als Inhaber des Trainings-Centers Kraftmacherei, als privater Sicherheitsunternehmer und als Gründer des Verbandes Krav Maga Union.

„Wichtig ist, was ich bei den Leuten hinterlasse: Dass Krav Maga sie sicher macht, dass ihnen das Training Spaß macht, dass sie selbstbewusst und fit werden“, fasst Bo seine Arbeit zusammen. Mit Krav Maga hat er dazu das perfekte Werkzeug an der Hand. „Das System erlaubt es, auf jeden Einzelnen persönlich einzugehen und seine jeweiligen Stärken hervorzubringen. Dazu gehört es, denjenigen zu wertschätzen und zu respektieren und gemeinsam voranzukommen.“ Diesen Grundsatz vertritt er auch bei der Krav Maga Union, die gemeinsam mit ihren Mitgliedern die hohe Qualität von Krav Maga in Deutschland sicherstellt.


Berni [Master Coach] – „Gefährliche Situationen schadlos überstehen“

Für Kampfsport interessierte sich Bernhard Klaiber alias Berni schon immer und beschäftigte sich jahrelang in Eigenregie mit verschiedenen Kampfsportarten. 2008 stieß er dann auf das Selbstverteidigungssystem Krav Maga und war sofort begeistert. „Das Training hat mir von Beginn an Spaß gemacht und ich habe auch für mich persönlich etwas Sinnvolles darin gesehen, weil ich nebenher als Türsteher arbeitete“, sagt der 37-Jährige.

Es dauerte nicht lange, und Berni wurde Instructor. Neben seiner hauptberuflichen Arbeit leitet der Technische Betriebswirt heute das Trainings-Center Vaihingen/Enz. Außerdem gehört er zum Lehrteam der Krav Maga Union, das neue Instructors ausbildet. „Die KMU setzt hier einen wichtigen Rahmen“, sagt er, „wir arbeiten viel an den Techniken, passen das Programm an, nehmen weniger sinnvolle Sachen raus oder neue hinzu. Das ist das A und O dafür, dass die Qualität stimmt.“

Schließlich ist es wichtig, wen man später auf die Teilnehmer loslässt! „Krav Maga zu unterrichten gibt uns die Möglichkeit, den Menschen zu vermitteln, selbstbewusst aufzutreten und gerade auch gefährliche Situationen schadlos zu überstehen. Dabei fangen wir von Grund auf an – von der verbalen Reaktion und der Körpersprache bis hin zur optimalen Verteidigung. Das wiederum ist sinnvoll für alle, ob Anfänger, Hobby-Kampfsportler oder professionell Interessierte wie beispielsweise Türsteher.“


Jürgen [Master Coach] – „Instructors müssen authentisch sein“

Man darf schon fragen, wieso Jürgen Oesterle zu Krav Maga kam, denn immerhin ist der 49-Jährige von klein auf dem Boxsport verfallen. Zunächst als Jugendlicher beim VfK Germania, dem ältesten Box-Verein Württembergs; anschließend bei 30 Amateur-Boxkämpfen sowie als Württembergischer und Süddeutscher Meister. Warum also Krav Maga?

„Als ich 2003 auf Krav Maga kam, haben mich vor allem die Einfachheit, das taktische Vorgehen und die Effizienz des Systems begeistert“, sagt er rückblickend. Ein weiterer Faktor für den dreifachen Familienvater: „Ich selber kann mich natürlich wehren, keine Frage. Aber was ist, wenn ich in Begleitung meiner Familie unterwegs bin, also mehrere Menschen schützen will? Und wenn ich dann vielleicht auch noch mehreren Angreifern gegenüber stehe?“ Hier bot Krav Maga, anders als der Boxkampf mit seinen fairen Regeln und dem Schiedsrichter, eine echte Alternative.

Die Sinnhaftigkeit des Selbstverteidigungssystems will Jürgen weitergeben – an Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer schützen möchten. So wurde aus seinem Hobby ein „vernünftiger Nebenerwerb“, wie der Versicherungskaufmann sagt, der hauptberuflich eine eigene Agentur betreibt. Als Inhaber des Traings-Centers Waiblingen unterrichtet er Krav Maga und Boxen; als Teil des Lehrteams der KMU bildet er zudem Instructors aus. Was die können müssen? Klare Sache, sagt Jürgen: Sie müssen authentisch und glaubhaft sein in dem, was sie tun.


Sascha [Master Coach] – „Krav Maga hat eine starke psychologische Komponente“

Sascha Zotter sammelt Sportarten und Lehrbefähigungen wie andere Leute Briefmarken. Der 43-jährige Bauunternehmer ist Krav Maga Full Instructor, Mastertrainer für BodyCROSS und RKC Kettlebell Instructor. Sportarten? Neben Krav Maga, BodyCROSS und Kettlebell von klein auf Fußball, Tennis, Leistungsturnen, JuJutsu und Kickboxen.

Trotz oder gerade wegen der Vielfalt an Sportarten ist Krav Maga für Sascha etwas ganz Besonderes. „Die Effizienz und Einfachheit von Krav Maga überzeugen. Es ist das Konzept, um sich schnell und effektiv auf der Straße zu verteidigen – dazu braucht man kein jahrelanges Gürteltraining, sondern kann von Beginn an alles einsetzen, was man lernt“, sagt er. Vor allem auch im Kopf: „Krav Maga hat eine beeindruckende psychologische Komponente – es macht die Leute mental stark.“

Als Inhaber des Trainingscenters myallFit Athletic & Fitness Studio in Korntal-Münchingen bietet Sascha aus dieser Erfahrung heraus unter anderem sehr erfolgreich Krav Maga für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren an. „Natürlich nicht, damit sie sich gegenseitig verhauen! Aber die Gewalt auf Schulhöfen nimmt zu. Die Junior-Form von Krav Maga trägt dazu bei, dass die Kinder selbstbewusst und fit werden und sich im Ernstfall wehren können.“ Das sehen offenbar auch die Eltern und Kinder so: In Korntal trainieren bereits gut 30 kleine Kravisten.

 


Michele [Master Coach] – „Unterrichten – man hat es, oder man hat es nicht.“

Immer, wenn Michele beobachtet, wie sich eine 40 Kilo leichte Teilnehmerin erfolgreich gegen einen 120-Kilo-Mann verteidigt, ist er aufs Neue so richtig glücklich mit Krav Maga. „Diese Effizienz fasziniert mich bis heute – dass es einfach funktioniert!“, schwärmt er. Seine erste große Liebe war das Boxen, doch während der Berufsausbildung mit Veilchen aufzutauchen, kam beim Meister nicht wirklich gut an. „Auf der Suche nach etwas Defensiverem habe ich dann vieles ausprobiert, bevor ich auf Krav Maga kam. Nach dem ersten Probetraining war ich sofort überzeugt.“

So überzeugt, dass der heute 44-jährige gelernte Friseurmeister Krav Maga sofort weitervermitteln wollte. „Zu unterrichten liegt einem im Blut“, sagt er, „man hat es, oder man hat es nicht.“ Nur eineinhalb Jahre nach seinem ersten Probetraining wurde Michele Instructor – ein bisher nie dagewesener Werdegang, den er sich hart erkämpfen musste. Kein Wunder, dass er sich auch in der KMU engagiert. „Die KMU hält uns zusammen. Sie sorgt als Dachorganisation dafür, dass wir gemeinsam eine einheitliche Linie fahren und eine gleichbleibend hohe Qualität sicherstellen.“

Schon längst hat Michele sein Hobby zum Beruf gemacht. Seine Trainings-Center gibt es in Ebersbach, Nellingen und zwei Mal in Stuttgart. Neben seiner Arbeit als Trainer und Master Coach absolvierte er seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften und studiert nun Jura. Kein schlechter Background für das Lehrteam und die KMU – schließlich geht es bei Krav Maga und Selbstverteidigung auch immer wieder um rechtliche Themen!